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	<title>danielas selbstbeobachtungen &#187; Umgang mit anderen</title>
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		<title>Entlarvt</title>
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		<pubDate>Mon, 28 Sep 2009 23:20:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniela</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Umgang mit anderen]]></category>

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		<description><![CDATA[Die heutige Fabel vom Attars Buch erzählt die Geschichte von einem Mann, der die Vollkommenheit erlangt hat. Er sagt, daß er an sich 70 Jahre lang gearbeitet hat und nun jetzt mit der Göttlichen Herrlichkeit vereint ist. Er rät, daß die, die damit beschäftigt sind, nach den Fehlern der anderen zu suchen, blind für die [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=selbstbeobachtung.wordpress.com&blog=4390652&post=3822&subd=selbstbeobachtung&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Die heutige Fabel vom Attars Buch erzählt die Geschichte von einem Mann, der die Vollkommenheit erlangt hat. Er sagt, daß er an sich 70 Jahre lang gearbeitet hat und nun jetzt mit der Göttlichen Herrlichkeit vereint ist. Er rät, daß die, die damit beschäftigt sind, nach den Fehlern der anderen zu suchen, blind für die Freuden der unsichtbaren Welt sind:</p>
<blockquote><p>Um der Fehler anderer willen würdet ihr ein Harr spalten, doch euren eigenen Fehlern gegenüber seid ihr blind. Gebt eure Fehler zu, dann wird Gott euch gnädig sein, auch wenn ihr noch so schuldbeladen seid.</p></blockquote>
<p>Diese Fabel paßt ganz genau zu meinem aktuellen Moment. Ich sehe überall die Fehler und Schwäche anderer und lenke mich dadurch von mir ab, und vergesse mich selbst. Heute war das wieder der Fall (in Bezug auf meine Mutter) &#8211; obwohl es gleich verschwand, sobald ich es wahrnehmen konnte. Dieses Absehen von mir scheint ein häufiger Zug zu sein. Es geht um Projektionen und um Ablenkung von dem, was da ist und was ich bin. Ein Satz Gerd-Lothars, den ich heute gelesen habe, beschäftigt mich: „Moralisches Beurteilen und Aburteilen genauso wie Hochjubeln und Zum-Vorbild-Erklären ist immer im Kern ein solches Absehen von sich und den eigenen verdrängten Wünschen nach Wichtigkeit und Bedeutsamkeit &#8211; wohinter sich dann wiederum die Sucht nach Aufmerksamkeit, Anerkennung und Geliebtwerden verbirgt.“ Daß dahinter ein Wunsch nach Wichtigkeit sich verbirgt, ist für einerseits neu, andererseits fühle ich mich aber dadurch entlarvt. Ich schaue so sehr die anderen in ihren Irrtümer (und je nachdem weise ich sie noch darauf hin!!), weil ich dadurch „wichtig“ sein möchte und Aufmerksamkeit bekommen will. Das ist so entlarvend, daß ich es nicht verleugnen kann. Und ich habe immer gedacht, daß ich mit solchen kindischen Wünschen nichts zu tun hatte! Es stimmt nicht. Und so sehr ich das verleugnet, desto mehr befestigte sich das Muster.</p>
<p>Und gestern schrieb ich noch eine Email an U., wo ich sagte, daß ich es traurig fände, wenn ich etwas bei ihm wahrnehmen würde und es benutzen würde, um ihn zu verführen/manipulieren/belehren/steuern/beinflüssen usw. Allein dieser Satz ist so entlarvend, daß ich nichts anders kann, als rot werden.</p>
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		<title>Begegnung mit den Eltern</title>
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		<pubDate>Wed, 22 Jul 2009 17:59:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniela</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Träume]]></category>
		<category><![CDATA[Umgang mit anderen]]></category>

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		<description><![CDATA[Gestern in der früh habe ich meine Eltern vom Flughafen abgeholt. Ich war die vergangene Tage wegen dem Besuch ziemlich aufgeregt, da ich mir vorgestellt habe, daß sie mit einem LKW voller Erwartungen kommen würden. Es überraschte mich aber festzustellen, daß meine Aufregung eigentlich mit meinen eigenen Erwartungen zu tun hatte.
GLs Hinweis, daß ich von [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=selbstbeobachtung.wordpress.com&blog=4390652&post=3286&subd=selbstbeobachtung&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Gestern in der früh habe ich meine Eltern vom Flughafen abgeholt. Ich war die vergangene Tage wegen dem Besuch ziemlich aufgeregt, da ich mir vorgestellt habe, daß sie mit einem LKW voller Erwartungen kommen würden. Es überraschte mich aber festzustellen, daß meine Aufregung eigentlich mit meinen eigenen Erwartungen zu tun hatte.</p>
<p>GLs Hinweis, daß ich von meinen Eltern immer noch etwas will, blockierte ich in einem ersten Moment. Der Hinweis hallte aber nach, wie es immer mit der Wahrheit ist. Während der gestrigen Begegnung, bekam ich mehrere Zeichen, daß das tatsächlich so war: Ich erwartete von meinen Eltern, daß sie mich als erwachsener Mensch sehen.</p>
<p>Der Traum dieser Nacht ist auch ein Hinweis. Ich träumte von meinen Eltern.</p>
<p><em>Eine Auseinandersetzung findet statt, hauptsächlich mit meiner Mutter. Ich führe eine heftige Diskussion mit ihr und versuche verzweifelt, sie von etwas zu überzeugen. Es fällt mir plötzlich wie Schuppen vor den Augen, daß diese Diskussion nicht real ist, sondern eine reine Äußerlichkeit &#8211; eine Ablenkung.</em></p>
<p><em>Ich stehe verblüfft da und staune: Das ganze Bla-Bla ist sinnlos und auf Wasser gebaut. Mit einer tiefen Stimme vermittele ich meiner Mutter, daß ich sie nicht mehr verändern möchte. Ich kann sie akzeptieren, wie sie ist. (Im Traum steht meiner Mutter für die Teile in mir, die ich verleugne. Ich sehe, daß es keinen Grund gibt, mit meinen unangenehmen Teilen zu streiten.) Die Botschaft des Traumes ist Selbstliebe.</em></p>
<p>- &#8211; -</p>
<p>Der Tag gestern mit meinen Eltern verging anders als ich erwartete. Es war alles viel leichter und unkomplizierter, als ich mir vorgestellt habe. Tatsächlich sehen mich meine Eltern immer noch als Kind. Sie sehen mich so, behandeln mich so und das wird auch so bleiben. Was mir inzwischen klar geworden ist: Ich habe damit nichts zu tun. Ich brauche hier keine Energie mehr daran investieren, deren Einsichten verändern zu wollen. Ich muß nichts mehr beweisen oder &#8222;besser machen&#8220; wollen. Das darf ruhig für alle Ewigkeiten so bleiben, es beschränkt mich nicht mehr.</p>
<p>Ich hatte inzwischen schon verstanden, daß das Bedürfnis, meine Eltern von etwas zu überzeugen, nur mit mir zu tun hatte: Es war mir klar, daß es sich um eine reine Projektion meinerseits handelte &#8211; die ich nicht mit ihnen, sondern mit mir selbst zu klären hatte.</p>
<p>Inzwischen sehe ich aber, daß es hier nichts mehr zu klären gibt. Ich kann das Thema mit meinen Eltern einfach in Ruhe lassen. Keine psychologische Analysen sind mehr nötig, keine Auseinandersetzung mit dem Thema. Das Bedürfnis, meine Existenz durch die elterliche Bestätigung und Zustimmung zu definieren, ist ein rein mechanischer Vorgang. Na und? Der Vorgang ist automatisch und er ist nicht wichtig. Ich brauche hier nichts herumtun.</p>
<p>Alles was ich diesbezüglich vorher gedacht habe, war ein Misverständnis.</p>
<p>Alles ist und bleibt, wie es ist. Und doch ist alles ganz anders auf einmal.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>11.7.2009 &#8211; Festival in C.</title>
		<link>http://selbstbeobachtung.wordpress.com/2009/07/13/festival-in-c/</link>
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		<pubDate>Mon, 13 Jul 2009 12:22:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniela</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Träume]]></category>
		<category><![CDATA[Umgang mit anderen]]></category>

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		<description><![CDATA[Am Freitag morgen, als ich die Idee erwog, nach C. für den Samba-Festival zu fahren, war es für mich klar, daß sowas eher als Belastung und Ablenkung auf mich wirken würde als etwas anderes. Der Durcheinander-Rhythmus dieser vergangenen Woche spielte auch eine Rolle. Meine Ansicht war klar: Ich bleibe hier und schaue, daß ich alles [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=selbstbeobachtung.wordpress.com&blog=4390652&post=3199&subd=selbstbeobachtung&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Am Freitag morgen, als ich die Idee erwog, nach C. für den Samba-Festival zu fahren, war es für mich klar, daß sowas eher als Belastung und Ablenkung auf mich wirken würde als etwas anderes. Der Durcheinander-Rhythmus dieser vergangenen Woche spielte auch eine Rolle. Meine Ansicht war klar: Ich bleibe hier und schaue, daß ich alles wieder reduziere und zurück zur Mitte komme.</p>
<p>Gegen abend verändert sich das Gefühl und die Frage war nur: Warum nicht? Nach einem Email-Verkehr mit U. war ausgemacht: Wir fahren am Samstag Nachmittag hin und kommen in der Nacht zurück. Ich ladete B. auch ein. Am Telefon spürte ich, daß er unsicher war  &#8211; etwas wie ein versteckter Zorn seinerseits (Eifersucht?) schwebte mit -, er kam aber doch dazu.</p>
<p>Die Fahrt wirkte sanft und unproblematisch auf mich. Es war alles in Ordnung. Schöne Landschaften und schöne Musik. Obwohl ich es klar empfand, daß B. mit der Situation nicht wirklich zu Recht kam und ständig kämpfte, mischte ich mich nicht ein. Ich merkte, wie schwierig er sich das Leben machte und spürte seine Ängste und Unsicherheiten, trotzdem war mir klar, daß ich seine Verantwortung nicht abnehmen könnte/würde. Jedesmal, daß er versuchen würde, diese Verantwortung abzugeben, spiegelte ich ihn sanft zurück, was er tat, indem ich nicht versuchte, ihn zu trösten oder zu schützen, sondern bei mir blieb.</p>
<p>Während der Fahrt stellte sich Präsenz für ein paar Sekunden ein. Die Landschaft, die Musik, die Stimmen im Hintergrund, meine Körperhaltung, meine Hände. Das alles war Teil der Bühne.</p>
<p>&#8212;</p>
<p>Die Kombination aus Topographie, Architektur und Atmosphäre in C. fand ich sehr interessant. Durch den Park zu gehen und den Hauptplatz von oben zu sehen, war ein Erlebnis. Unten bewegten sich die Menschen im Rhythmus verschiedener Trommeln und uralten prächtigen Fassaden herrschten um sie herum. Die Wiese im Park war stechend grün und die Luftfeuchtigkeit angenehm: Atmen und ausatmen machte besonders Spaß bei der Luft. Es kribbelt fast im Bauch und fühlte sich fast wie einen Rausch.</p>
<p>Bei einer der Bands, war ich sehr irritiert, daß die Bühnen- und Tontechniker den Sound nicht in Ordnung bringen konnten. Die Stimme der Sängerin war viel zu leise und der Bass, viel zu laut (ohne Ohrstöpsel wäre unmöglich, länger da zu bleiben). Ich war verblüfft, daß es nicht besser wurde und die 1,5 Stunden Show, wegen schlechter Technik, doch beeinträchtigt wurde. Obwohl die Sängerin merkte, daß es Probleme mit der Lautstärke gab (sie konnte sich selbst z.B. kaum hören), machte sie nur ein paar Bemerkungen auf Portugiesisch und das war es. Ab dem Punkt, wurde es für mich klar, daß die Beachtung auf Details und Qualität nicht wichtig war &#8211; und sowas wie Exzellenz bei diesen Gegebenheiten nie stattfinden würde. Ich war enttäuscht. Diese Enttäuschung blieb bis zum Ende der Show und ich versuchte sie nicht wegzubekommen.</p>
<p>Es ist ganz klar: Was nützt es, wenn viel geprobt wird, und so ein wichtiger Detail ignoriert wird? Die Details machen den Unterschied &#8211; ob man es so will oder nicht. So ein Detail zu ignorieren, weil man sonst die &#8222;Atmosphäre der Frohsinnigkeit&#8220; zerstören könnte, empfinde ich als leichtsinnig.</p>
<p>Das erinnert mich an JG, einer des größten Meisters des Bossa-Novas &#8211; praktisch der Erfinder des Rhythmus -, der wohl auf Details achtete und sich beschwerte, wenn der Sound technische Probleme hatte und die Qualität der Musik dadurch beeinträchtigt werden könnte. Er hat sogar in einer Gelegenheit die Bühne verlassen, weil der Ton &#8211; und das Publikum &#8211; nicht auf seinem Niveau waren. Oft wurde er missverstanden und von der Brasilianischen Presse als Perfektionist, Exzentriker und Überheblich abgestempelt. Es war mir aber immer schon klar, daß seine Treue zur höhen Qualität nichts mit Überheblichkeit zu tun hatte, sondern mit Liebe zur Wahrheit und zur Musik. (Ein JG auf C.s Bühne würde die miese Arbeit der Tontechnicker klar ausprechen und dadurch wie eine &#8222;blaue Pille&#8220; auf alle wirken. Vielleicht würde die Masse ihn sogar ausbuhen, weil Aufrichtigkeit oft nicht im Skript ist &#8211; wie mal in SP tatsächlich passiert ist).</p>
<p>Warum schreibe ich hier darüber? Weil das Thema mich beschäftigt. Das Samba-Festival hat mich das Thema wieder gespiegelt: Qualität. Die Qualität ist nicht nur wichtig, sondern viel wichtiger als ich vorher geanht habe. Es geht gar nicht um Perfektionismus oder unrealistischen Vorstellungen, sondern um Demut, Mut und Feinfühligkeit, die eigene Stimme sprechen zu lassen.</p>
<p>Immer mehr sehne ich nach Qualität, in allen Bereichen, sowohl in das, was ich mache, als auch überall da, wo ich teilnehme. Obwohl ein Teil von mir es immer noch peinlich findet, sowas laut auszusprechen, ist das Thema aktuell und hier gibt es viel zu klären. Früher hätte ich wegen Nettigkeit und &#8222;Äußerlicher Ruhe&#8220; in unzähligen Situationen geschwiegen und brav mitgemacht. Das verändert sich. Ich wirke dadurch kantiger und gelte sogar warscheinlich als überheblich und unfreundlich, weil ich nicht mehr bereit bin, Kompromisse einzugehen, die ich innerlich nicht eingehen möchte.</p>
<p>Es ist eigentlich unspektakulär und banal, was dahintersteckt: Ich weiß einfach immer mehr, was ich will. Dieses Wissen passiert von allein, indem ich nicht mehr zu unterdrücken versuche, was gerade da ist. Die Konsequenzen dafür, muß ich dann auch tragen &#8211; sowas wirkt immer ernüchternd und zeigt mich immer, wo ich bin.</p>
<p>&#8212;</p>
<p>Ich schrieb hier noch nicht darüber und genau deswegen klebt es: Die Qualität der Musik, die ich mit der kleineren Orchestergruppe mache, hat in letzter Zeit deutlich abgenommen. Ich bin mir nicht sicher, woran es liegt: an der Zahl der Spieler, die deutlich zugenommen hat? An persönlichen Verstrickungen wegen Projektionen und Verschiebung von Verantwortung? An Mangel an Lust, die Musik immer besser machen zu wollen? Vielleicht alles zusammen. Es ist nicht wichtig. Wichtig ist nur, daß ich immer mehr merke, daß es tatsächlich Unterschiede zwischen meinen Ansprüchen und den Ansprüchen anderer gibt. Es geht mir nicht um &#8222;äußerliche Perfektion&#8220;, sowas interessiert mich nicht, es geht mir aber wohl um die Lust, das Beste von sich geben zu wollen. Wenn ich hier merke, daß die anderen sparsam damit umgehen, weiß ich, daß ich falsch liege.</p>
<p>Ich werde weiter beobachten. Am montag abend ist Probe, mal schauen, wie alles läuft.</p>
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		<title>Beschäftigung mit anderen</title>
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		<pubDate>Mon, 25 May 2009 08:18:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniela</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Umgang mit anderen]]></category>

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Meine Mutter erzählte mir vor ein paar Tagen, daß sie krank sei. Etwas mit ihren Blutwerten stimmt nicht und das Blut ist dicker als es sein sollte. Letzte Woche wurde sie mit einer schlagartigen venösen Thrombose in dem Finger überrascht, was erschreckend war. Sowas kannte sie nur von Medizinbüchern und das selbst zu erleben, war [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=selbstbeobachtung.wordpress.com&blog=4390652&post=2639&subd=selbstbeobachtung&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><div>
<p>Meine Mutter erzählte mir vor ein paar Tagen, daß sie krank sei. Etwas mit ihren Blutwerten stimmt nicht und das Blut ist dicker als es sein sollte. Letzte Woche wurde sie mit einer schlagartigen venösen Thrombose in dem Finger überrascht, was erschreckend war. Sowas kannte sie nur von Medizinbüchern und das selbst zu erleben, war gewiss sehr unangenehm. Es dauerte nur ein paar Stunden bis der Finger wieder normal wurde. Das Geschehnis hat jedoch Angst und Verzweifelung hinter sich gelassen.</p>
<p>Es tat mir sehr leid für sie. Krank zu sein ist nicht angenehm. Wenn man Angst bekommt und diese Angst nicht anschauen will, wird man zunehmend verzweifelt und blinder. Ja, man wird immer blinder. Und das ist, was mir an das Ganze am meisten leid tut, diese Blindheit und diese mechanische Haltung, irgendwo da weit draußen nach Antworten suchen zu wollen – anstatt nach Innen zu schauen.</p>
<p>Bei dem Gespräch mit ihr, war ich plötzlich in einer Sackgasse: Ich konnte sie nicht trösten. Alles was sie erzählte, hatte für mich einen Geschmack von Selbstbetrug. Das reine Zuhören meinerseits war nicht möglich, weil es dann bedeuten würde, daß ich mit den Lügen einverstanden wäre – oder nicht davon betroffen wäre. Nein, ich war davon betroffen. Als sie zum Berichten anfing, was ihre 4 Ärzte meinten (vier!), konnte ich nicht mehr zuhören… Ich unterbrach sie und sagte, daß sie sich wie ein Kind benimmt, das darauf wartet, daß jemand kommt und ihr unordentliches Zimmer für sie aufräumt. Sie redete weiter und erzählte, daß sie eigentlich einen neuen Arzt bräuchte, weil die anderen doch nur Spezialisten wären, die keine holistische Herangehensweise hätten, usw. Ab dem Punkt wurde mir immer klarer: Es nutzt nichts ihr sagen zu wollen, daß sie ihre Verantwortung ausweicht und deswegen krank ist. Sie hat keine Interesse daran, ihre Perspektive in Frage zu stellen. Als ich mich geäußert habe, merkte ich, daß es falsch von mir war, sie dazu zwingen zu wollen, ihre Sachen anzuschauen. Erstens: Mit dem Zwingen klappt es doch nie, nicht bei mir selber und auch nicht bei anderen. Zweitens: Daß ich nicht die Geschichte einfach in Ruhe lassen kann, sagt etwas über mich.</p>
<p>Jeder hat die Freiheit, die Realität anzuschauen. Manche wollen es, andere wollen es nicht. Ich kann nicht verleugnen, daß es demütigend ist, wenn Leute die mir nah sind, sich für den zweiten Weg entscheiden. Ich werde beinah verzweifelt, wenn das der Fall ist. Warum? Was nagt hier? Was tut mir hier so weh? Ich benutze das, um selber vor meinen Themen zu rennen. Im Grunde mache ich genau dasselbe wie sie, die ich hier kritisiere. Ich renne wie eine Marathonläuferin vor mir weg.</p>
<p>Genau das ist das schwierigste für mich: Die andere zu lassen, so wie sie sind, und mich einfach auf meine eigene Sachen konzentrieren. Ich kann die Welt doch nicht richten wollen, das ist nicht nur eitel und falsch von mir, sondern auch eine bloße Ausrede. Ich habe genügende Unklarheiten in mir und es ist nur Flucht, mich mit den Problemen anderer beschäftigen zu wollen.</p>
<p>Der Blick ist hier verkehrt.</p></div>
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	</item>
		<item>
		<title>Traum von heftiger Diskussion mit der Familie</title>
		<link>http://selbstbeobachtung.wordpress.com/2009/04/22/traum-von-heftiger-diskussion-mit-der-familie/</link>
		<comments>http://selbstbeobachtung.wordpress.com/2009/04/22/traum-von-heftiger-diskussion-mit-der-familie/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 22 Apr 2009 09:26:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniela</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Träume]]></category>
		<category><![CDATA[Umgang mit anderen]]></category>

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		<description><![CDATA[Übers Wochenende habe ich ein kleines Baby dabei, auf dem ich aufpasse. Ich besuche meine Eltern mit dem Baby. Als meine Mutter fragt, von wem das Kind ist, weiß ich nicht, was ich antworten soll. Ich weiß selber nicht, wo ich das Baby her habe. Ich bin mit der Situation aber äußerst froh. 
Bei meinen [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=selbstbeobachtung.wordpress.com&blog=4390652&post=2222&subd=selbstbeobachtung&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><em>Übers Wochenende habe ich ein kleines Baby dabei, auf dem ich aufpasse. Ich besuche meine Eltern mit dem Baby. Als meine Mutter fragt, von wem das Kind ist, weiß ich nicht, was ich antworten soll. Ich weiß selber nicht, wo ich das Baby her habe. Ich bin mit der Situation aber äußerst froh. </em></p>
<p><em>Bei meinen Eltern ist es ungeheuer hektisch und unordentlich. Ich war schon lange nicht mehr bei denen und bin darüber erschrocken, wie viel Schrott sie während der Zeit gesammelt haben. In dem Haus scheint mir alles viel zu viel, und ich bin orientierungslos.<br />
</em></p>
<p><em>Meine Mutter verliebt sich gleich an das Kind, hält es in den Armen und erzählt dem vielen Sachen. Sie redet wie ein Wasserfall und sagt &#8222;was richtig&#8220; und &#8222;was falsch&#8220; ist. Ich spüre ein Unbehagen dabei, weil die Alltagssicht im Kopf des Kindes von Anfang an hemmungslos gehammert wird. Das wirkt für mich wie ein Verbrechen. Es tut mir sehr weh, sowas anzuschauen und ich werde immer wütender, bis ich nicht mehr aushalten kann. Ich sage, daß es mir überhaupt nicht gefällt, wie die Familie mit dem Baby umgeht. Eine große Diskussion startet. Meine Schwester ist auch dabei und versteht genauso wenig, wovon ich rede. Die Diskussion wird immer heftiger. Irgendwann reicht es mir: Ich stehe auf und gehe in die Küche. Alle kommen hinterher und versuchen die Diskussion weiter zu führen. Ich schließe die Küchentür mit Gewalt und schreie, daß ich mit denen fertig bin. Am Anfang ist es noch sehr schwierig, die Tür mit dem Schlüßel zu schließen, weil sie dagegen drücken, ich schaffe es aber. </em></p>
<p><em>Mein Herz schlägt wie ein wütendes Pferd im Brust. In der Küche fange ich an, das Geschirr zu spülen. Langsam werde ich ruhiger. Alles relativiert sich und ich verstehe nicht mehr, warum ich vor 10 Minuten so leidenschaftlich mit den Leuten geschrien habe. Ich brauche nicht zu kämpfen.<br />
</em></p>
<p><em>- &#8211; -</em></p>
<p>Es steckt ganz viel im Traum drinnen. Es geht um einen Kampf, den ich noch nicht aufgegeben habe und bei dem ich die Hauptrolle spiele. Obwohl ich gern nicht in der Situation stecken würde, kann ich diesen Kampf nicht durch intelektuelle Positionierungen oder glühendes Wollen abschaffen. Hier hilft nichts: Ich muß weiter beobachten, so  scharf es mir gelingt. Die Fragen, die mir wichtig zu sein scheinen, sind: Warum mache ich diesen Kampf überhaupt? Was versuche ich zu verteidigen? Was genau bedroht mich? Wie funktioniere ich, wenn ich beim Kämpfen bin? Seit wann treibe ich diesen Kampf? Wann wird er schwächer, wann wird er stärker? Wann werde ich wütender, wann werde ich ruhiger?</p>
<p>Dieser Kampf führe ich schon lange. Wenn ich ihn nicht gegen mich selbst führe, dann führe ich ihn gegen meine Eltern &#8211; und gegen alle, die das Bild der Familie leidenschaftlich verteidigen und verbreiten. Wenn jemand dafür predigt, predige ich genau dagegen: Die polarisation ist für mich notwendig, weil ich mich hier in dem Punkt selber bedroht fühle. Hier kann ich nicht frei handeln: Es gibt feste Gleise, die ich mechanisch folge.</p>
<p>Das Konzept der Familie sehe ich schon seid längerer Zeit als ein unsichtbares Gefängnis, die mich immer davon zu halten versuchte, unabhängig zu werden und zu sein, so wie ich bin. Das passierte natürlich unterschwellig und in einer so verborgenen Ebene, daß es fast unsichtbar war. Innerlich erkannte ich aber die Vorgänge, und sogar sehr früh: Obwohl es mir schmerzte, die Mechanismen zu bemerken, sah ich sie. Ich konnte aber kaum daran glauben, was ich sah. Als Kind hatte ich alles, was ein Kind sich wünschen kann (Aufmerksamkeit, Unterstützung, Sicherheit), trotzdem fühlte ich mich wie ein gefangener Vogel. Ich versuchte das lange zu verdrängen, weil es häßlich war, sowas zu fühlen; ich fühlte mich sehr schuldig für meine Empfindungen (&#8222;Wie kann ich mich beschweren, wenn meine Eltern mir alles geben?&#8220;). Ja, meine Eltern gaben mir alles, außer das Recht &#8222;zu gehen&#8220;. Ich meine hier nicht die &#8222;materielle Ebene des Gehens&#8220; (Reisen, Studieren, mit Freunden etwas unternehmen &#8211; obwohl hier auch manche Begrenzungen waren), sondern die verborgene Ebene (eine Geste, ein Satz, ein Kommentar, ein Blick) des Loslassens.</p>
<p>Heute hat sich dieses Gefängnis etwas geändert. Obwohl ich mit meinem Kopf nachvollziehen kann, daß dieser Konzept des Gefängnis nur ein Konzept ist (also, eine Scheinwirklichkeit, die ich aber als Realität für mich selber verkaufe), hänge ich irgendwie noch daran. Es manifestiert sich ein wenig anders, ist aber im Grunde dasselbe Gefängnis von damals. Innerlich glaube ich daran, daß es meine Aufgabe ist, meine Eltern von etwas zu überzeugen. Das muß erstmal ans Licht kommen. So peinlich es klingen mag: Ich sehe diesen Kampf als einer meiner persönlichen Aufgaben. Dahinter steckt den banalen Wunsch, meine Eltern von bestimmten festen und verkehrten Vorstellungen zu befreien, so daß wir ein harmonischer Miteinander haben können.</p>
<p>Wenn ich das hier schreibe, ist es mir wirklich peinlich. Hinter der  besserwisserischen Haltung, die mir viel Kraft kostet, verstecke ich mich von mir selber, und verdränge meine eigene Themen. Es ist seltsam, daß ich diesen Mechanismus bislang nicht ernsthaft untersucht habe.</p>
<p>Die &#8222;Welt-Verbessern&#8220;-Haltung meiner Mutter, die sie dazu bringt, alle Kanten und Ecken so aufdringlich berühren zu wollen, stört mich, weil ich denselben Mechanismus wiederhole. Ich mache es zwar mit einer anderen Verpackung als sie, aber wegen den gleichen Gründen: Selbstflucht und Scheinkontrolle. Hinter dem Wunsch, meine Eltern von etwas zu überzeugen, stecken dieselben banalen Ablehnungen und Absichten. Ich nehme mir vor, eine mühsame Brücke zu überkreuzen, weil ich daran glaube, es sei auf der anderen Seite sonniger. Hier tue ich meine Rosabrille an und träume: &#8222;Da, auf der anderen Seite des Flusses, sind alle reifer und weiser. Sie wissen alle was Liebe ist und gehen harmonischer miteinender um. Wenn ich mir Mühe gebe, schaffe ich das auch in meiner Familie.&#8220; Letztendlich suche ich hier nach Veränderungen. Und genau diese Suche macht alles falsch und verkrampft, wie es ist. (Wenn ich keine Hoffnungen um Veränderungen hätte, würde ich nicht die Zeit und die Energie daran investieren. &#8211; Investieren! Das Wort spricht für sich: Wie die Börsenhändler, geht es mir um Profit in irgendeiner Form. Mein &#8222;Ich&#8220; kann anscheinend nicht damit leben, meine Eltern so zu lassen, wie sie sind.)</p>
<p>- &#8211; -</p>
<p>Diese Beschäftigung mit anderen ist nichts anderes als die mechanische Bewegung richtung Selbst-Vergessenheit. Ich lege immer noch das Augenmerk nach Außen und nicht nach Innen. Es ist gut, dieser Irrtum anzuschauen.</p>
<p>Der Kampf, den ich mit dem Bild der Familie führe, existiert auch nur weil mir das Konzept zu nahe kommt. Es deutet auf meine immer noch starke Indentifizierung mit meiner Familie.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Geschmack von Resignation</title>
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		<pubDate>Sat, 11 Apr 2009 13:43:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniela</dc:creator>
				<category><![CDATA[Umgang mit anderen]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich bin auf einer Party. Ich habe genügend getanzt und bin etwas müde. Eine Freundin von mir sagt, daß sie auch schon genug hatte. Wir gehen. Ein schwarzer Mann begleitet uns nach Hause. Obwohl er &#8222;nett&#8220; ist, habe ich gar keine Lust mit ihm zu reden. Er scheint mir unecht zu sein. Außerdem bin ich [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=selbstbeobachtung.wordpress.com&blog=4390652&post=2066&subd=selbstbeobachtung&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><em>Ich bin auf einer Party. Ich habe genügend getanzt und bin etwas müde. Eine Freundin von mir sagt, daß sie auch schon genug hatte. Wir gehen. Ein schwarzer Mann begleitet uns nach Hause. Obwohl er &#8222;nett&#8220; ist, habe ich gar keine Lust mit ihm zu reden. Er scheint mir unecht zu sein. Außerdem bin ich wirklich müde und der Mann ist mir zu laut. Meine Freundin fragt viel, deswegen wird er auch nicht still. Als wir vor der Haustür stehen, verabschiede ich mich und gehe rein. Es dauert lange, bis die Freundin reinkommt. Für manche Sekunden tut es mir Leid für sie: Weil sie so &#8222;nett&#8220; ist und nicht unhöflich wirken will, kriegt sie ihm nicht mehr los. Naja, es ist aber eine Sache, daß sie eben lernen muß. Als sie reinkommt, sagt sie, daß er super küssen kann. </em></p>
<p><em>Erst dann wird es mir klar, wie falsch ich die Situation geschätzt habe.</em></p>
<p>- &#8211; -</p>
<p>Deutung: Ich bringe den Traum mit einem Gespräch in Verbindung, das ich gestern erlebte. Auf einmal wurde es mir klar, daß kein gemeinsames Gespräch stattfand, sondern eher 2 Monologen. Ab dem Punkt fühlte ich mich unsicher und in bestimmter Weise betrogen. Blöderweise versuchte ich meine Empfindung zu unterdrücken. Natürlich kam das Thema im Traum wieder hoch.</p>
<p>Sowas wie auf einer Wellenlänge mit jemandem anderen zu sein, kann ich bestimmt nicht willentlich erzeugen. Entweder ist es da oder nicht. Ich weiß es nicht warum, aber es enttäuscht mich wirklich heftig, wenn die Harmonie keinen Platz findet. Ein Geschmack von Resignation bleibt.</p>
<p>Ich will immer noch nicht akzeptieren, daß ich gar keine Kontrolle habe. Das ist anscheinend viel zu demütigend für mein Ego. Es tut weh.</p>
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	</item>
		<item>
		<title>Unbeständig</title>
		<link>http://selbstbeobachtung.wordpress.com/2009/03/24/unbestandig/</link>
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		<pubDate>Tue, 24 Mar 2009 23:11:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniela</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Umgang mit anderen]]></category>
		<category><![CDATA[Verwirrung]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Müdigkeit von gestern war heute zwar nicht so groß, aber immer noch da. Wie das Wetter, nahm ich wahr, wie die Zustände mich abwechselnd dominierten: Müde, wach, müde, wach. Schon beim Laufen am Morgen gab es Schneesturm und plötzlich Sonne mit blauem Himmel. Das &#8222;verrückte Wetter&#8220; hielt den ganzen Tag an. So fühlte ich [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=selbstbeobachtung.wordpress.com&blog=4390652&post=1880&subd=selbstbeobachtung&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Die Müdigkeit von gestern war heute zwar nicht so groß, aber immer noch da. Wie das Wetter, nahm ich wahr, wie die Zustände mich abwechselnd dominierten: Müde, wach, müde, wach. Schon beim Laufen am Morgen gab es Schneesturm und plötzlich Sonne mit blauem Himmel. Das &#8222;verrückte Wetter&#8220; hielt den ganzen Tag an. So fühlte ich mich auch.</p>
<p>Die Beschäftigung mit der Wirtschaftskrise durch die Lektüre von GLs <a href="http://www.radio-reschke.de/krisenvorsorge/">Krisenvorsorge</a> neue Seite und die Verfolgung der entsprechenden Links löste eine Empfindung in mir, die ich bis jetzt nicht beschrieben habe. Wenn ich damit anfange, praktische Sachen bzgl. der Krisenvorsorge zu machen, dann fühle ich mich hin- und hergerissen. Etwas in mir hat damit zu kämpfen, daß ich allein um mich selber kümmern muß.</p>
<p>Obwohl ich die Idee von privater Vorratshaltung für den Krisenfall mittlerweile nicht mehr leugne, habe ich offensichtlich immer noch Probleme damit. Manche Gedanken in meinem Kopf kreisen um die Idee, daß es egoistisch und  individualistisch sei, mit privater Vorsorge anzufangen. Die Frage pocht: Was passiert dann, wenn ich die einzige zwischen meinen Mitmenschen bin, die bereit ist, sich für die Krise vorzubereiten? Wie gehe ich damit um, daß viele es lächerlich finden, daß ich mich damit beschäftige, weil sie nicht daran glauben, daß dieses Crash wirklich kommt? Wie gehe ich damit um, wenn 10 hungrigen Nachbarn vor der Tür stehen und essen wollen? Wie gehe ich damit um, wenn diese Nachbarn Leute die ich kenne sind?</p>
<p>Ich fühle mich in bestimmter Weise schlecht, alleine auf meine Sachen kümmern zu müssen, während die anderen schlafen. Ich würde am liebsten alle Leute die ich kenne, so bewußt wie möglich machen können: Die Realität in der Maße zu verdrängen kann zu keiner guten Lage führen. Was mache ich dann? Ich versuche die Leute die ich kenne, Mass-Emails mit Links zum Thema zu schicken. Das kostet Energie und Zeit, und überall bekomme ich Kommentare, daß ich aufpassen muß, was ich lese, um nicht in Panik-Trips zu fallen. Etwas stimmt nicht. Entweder spinnen sie oder ich. Natürlich hilft Panik nicht. Aber der Unterschied zwischen Panik machen und realistisch bleiben müßte man noch kennen.</p>
<p>Zurück zum Thema: Ich scheine ein moralisches Problem damit zu haben, wenn ich für mich selber mit Vorrat anfange &#8211; und es nicht für alle Menschen machen kann, die ich liebe. Das hier werde ich noch genauer untersuchen müssen. Ich glaube, daß es mit dem Hauptzug Venus etwas zu tun hat.</p>
<p>Die Lektüreabschrift von heute berührten den selben Punkt: &#8222;Aber wenn ihr an diese Welt gebunden bleibt, wird euer Kopf sich beständig drehen wie ein Mühlstein. Euch wird kein Augenblick der Ruhe vergönnt sein, schon eine Fliege wird euch aus der Fassung bringen.&#8220;</p>
<p>Genauso empfinde ich es. Ich bin unbeständig und wackelig in meiner Entscheidung, mich auf die Krise vorzubereiten.</p>
  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/selbstbeobachtung.wordpress.com/1880/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/selbstbeobachtung.wordpress.com/1880/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/selbstbeobachtung.wordpress.com/1880/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/selbstbeobachtung.wordpress.com/1880/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/selbstbeobachtung.wordpress.com/1880/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/selbstbeobachtung.wordpress.com/1880/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/selbstbeobachtung.wordpress.com/1880/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/selbstbeobachtung.wordpress.com/1880/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/selbstbeobachtung.wordpress.com/1880/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/selbstbeobachtung.wordpress.com/1880/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=selbstbeobachtung.wordpress.com&blog=4390652&post=1880&subd=selbstbeobachtung&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Die Spitze meines Eisbergs</title>
		<link>http://selbstbeobachtung.wordpress.com/2009/02/20/die-spitze-meines-eisbergs/</link>
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		<pubDate>Fri, 20 Feb 2009 22:09:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniela</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Umgang mit anderen]]></category>

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		<description><![CDATA[Als ich heute &#8222;Die Anektode von Bayazid Bistami&#8220; von Attars Vogelgespräche abgeschrieben habe, konnte ich nicht vermeiden, Parallelen mit S.s Austritt aus der Schule zu sehen. Im Buch stand:
&#8222;Die Stille rührte sein Herz, und er sagte: „Herr, mich bewegt eine quälende Traurigkeit. Warum gibt es an einem so erhabenen Hof keine hingebungsvollen Anbeter?“ (aus Marion [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=selbstbeobachtung.wordpress.com&blog=4390652&post=1555&subd=selbstbeobachtung&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Als ich heute &#8222;Die Anektode von Bayazid Bistami&#8220; von Attars Vogelgespräche abgeschrieben habe, konnte ich nicht vermeiden, Parallelen mit S.s Austritt aus der Schule zu sehen. Im Buch stand:</p>
<p>&#8222;Die Stille rührte sein Herz, und er sagte: „Herr, mich bewegt eine quälende Traurigkeit. Warum gibt es an einem so erhabenen Hof keine hingebungsvollen Anbeter?“ (aus Marion Zerbsts Übersetzung)</p>
<p>S.s Entscheidung, die ich weiterhin als Flucht empfinde, beschäftigt mich immer noch. Es wäre verlogen nicht darüber zu schreiben&#8230; Warum es mir so weh tut, möchte ich genauer beobachten. Kann es sein, daß ich auf S. etwas projiziere? Kann es sein, daß ich von ihr etwas erwartete und deswegen so enttäuscht bin? Warum bin ich so betroffen, wenn ihre Entscheidung eigentlich nicht &#8222;meine Sache&#8220; ist?</p>
<p>Als ich M.s Antwort in Forum gelesen habe, sah ich die Spitze von meinem Eisberg. Es tut mir so weh, weil ich den Eindruck habe, dabei etwas zu verlieren. Als ob ich jetzt forciert wäre, etwas herzugeben. Hinter meiner Traurigkeit steckt die kindische Angst, allein den Weg gehen zu müßen, ohne jeden Rückhalt oder Sicherheit. Obwohl ich mir öfters einredete, daß ich wüßte, der Weg sei ein Einsamer und höchst Persönlicher, spürte ich diese Tatsache offensichtlich noch nicht mit meinem Herzen.</p>
<p>Manchmal telefonierten S. und ich und redeten lange über unseren aktuellen Themen und den Bezug zur Schule. Die Verbindung mit ihr empfand ich einerseits als bereichend und inspirierend, weil daraus echte Interesse, neue Facetten und Erkenntnissen entstanden, aber gleichzeitig als laut, wichtigtuerisch und sogar lästig. Oft wußte ich nicht, den Punkt des Aufbauschens und des Abschieds zu erkennen. Wenn diesen Punkt verpaßt wurde, bekam alles danach einen Schatten, der alles mit einem Gewicht prägte. Manchmal war ich echt erleichtert, und sie bestimmt auch, das Telefon aufzulegen.</p>
<p><span class="postbody">Die Frage, ob ich mich jetzt einsamer auf meinen Weg fühle, beschäftigt mich. Es gibt da noch Einiges zu klären. Eine Sache spüre ich deutlich: jetzt wird es ernster. </span></p>
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		<title>Falsche Rücksichtnahme</title>
		<link>http://selbstbeobachtung.wordpress.com/2009/01/26/falsche-rucksichtnahme/</link>
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		<pubDate>Mon, 26 Jan 2009 19:37:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniela</dc:creator>
				<category><![CDATA[Umgang mit anderen]]></category>

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		<description><![CDATA[Die beiden letzten Einträgen stellen eine Asymmetrie dar: der Traum erinnert mich daran, daß ich mich selber gelogen habe und das Gespräch zeigte mir den Geschmack des Selbstvertrauens. Zwei ganz verschiedene Situationen. Jetzt fehlt es mir, die erste Situation zu beschreiben, die ich erst jetzt erkannt habe.
Gestern in der früh, bevor B. und S. gingen, [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=selbstbeobachtung.wordpress.com&blog=4390652&post=1393&subd=selbstbeobachtung&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Die beiden letzten Einträgen stellen eine Asymmetrie dar: der Traum erinnert mich daran, daß ich mich selber gelogen habe und das Gespräch zeigte mir den Geschmack des Selbstvertrauens. Zwei ganz verschiedene Situationen. Jetzt fehlt es mir, die erste Situation zu beschreiben, die ich erst jetzt erkannt habe.</p>
<p>Gestern in der früh, bevor B. und S. gingen, redeten wir ein wenig. Wir waren alle müde von der vorherigen Nacht. Während des Gespräches merkte ich, wie ich nicht alles sagte, was ich fühlte. Da die Offenheit dafür nicht vorhanden war, verstellte ich mich und verleugnete ich meine Empfindungen. Als sie gingen, wußte ich ganz genau, daß ich gelogen hatte.</p>
<p>Genau mit Menschen die mir wichtig sind, ist es am schwierigsten, ehrlich zu sein. Wenn falsche Rücksichtnahme die Kontrolle übernimmt, kommt nichts mehr Echtes heraus. Wegen das, was wir Rücksichtnahme nennen, wird das Sehen von dem Handeln unbarmherzig getrennt und die Wahrheit geopfert.</p>
<p>Nachher habe ich Alpträume, die mich darauf hinweisen, daß sowas nicht stimmen kann.</p>
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		<title>Wettbewerb</title>
		<link>http://selbstbeobachtung.wordpress.com/2009/01/21/wettbewerb/</link>
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		<pubDate>Wed, 21 Jan 2009 00:11:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniela</dc:creator>
				<category><![CDATA[Umgang mit anderen]]></category>

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		<description><![CDATA[Es ist jetzt wieder spät und ich wollte eigentlich früh ins Bett. Ich kann aber nicht schlafen gehen, ohne mich zumindestens einmal angeschaut zu haben. Es gibt etwas, daß ich genauer beobachten muß, weil es für mich noch ziemlich unklar ist.
Heute war ich relativ lange mit der Studentenbetreuung beschäftigt. Meine Kollegin war auch dabei, da [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=selbstbeobachtung.wordpress.com&blog=4390652&post=1337&subd=selbstbeobachtung&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Es ist jetzt wieder spät und ich wollte eigentlich früh ins Bett. Ich kann aber nicht schlafen gehen, ohne mich zumindestens einmal angeschaut zu haben. Es gibt etwas, daß ich genauer beobachten muß, weil es für mich noch ziemlich unklar ist.</p>
<p>Heute war ich relativ lange mit der Studentenbetreuung beschäftigt. Meine Kollegin war auch dabei, da ich eigentlich Co-Betreuerin bin. Die Kollegin schlug dieses Mal vor, daß wir uns aufteilen und die Gruppen separat betreuen. Ich merkte sofort, wie ich mich mit der Idee nicht anfreunden konnte. Ich sagte ihr, daß ich den Vorschlag nicht so gut fand, weil es arg un kontraproduktiv für die Studenten wäre, wenn wir uns jetzt, zwei Termine vor der Abgabe, widersprechen würden. Diese Gruppe hat mehr Schwierigkeiten, als alle anderen, die wir bis heute hatten. Weil sie so unreif sind, richten sie sich ziemlich nach unseren Anstößen. Sie wollen jetzt die letzte Termine ausnutzen, um alles &#8222;abgesegnet&#8220; zu haben, das weiß ich schon.</p>
<p>Mein Problem war plötzlich, daß ich es als gefährlich sah, wenn ich nächste Woche etwas in Frage stellen würde, was meine Kollegin bei diesem Termin als vernünftigt empfunden hat oder wenn sie etwas kritisieren würde, was ich als legitim gesehen habe. Also, plötzlich stand ich da, wie ein kleines Mädchen, das nicht in die Gefahr geraten wollte, sich gegen einer &#8222;höheren Hierarchie-Ebene&#8220; zu versündigen. Oder, mit anderen Worten: ich wollte nicht schon wieder gegen Beton laufen.</p>
<p>Da sie das Projekt leitet, hat sie immer das letzte Wort. Es gab schon mehreren Situationen, in denen wir unterschiedliche Meinungen hatten und wegen dieser Hierarchie, ich schlicht sabotiert wurde. Ich glaube sogar, daß sie es gar nicht so bewußt versuchte, mich runtermachen. Es ging eigentlich viel mehr um eine Sucht nach Autorität und Herrschaft, die sie von sich warscheinlich nicht mal kennt. Naja, es ist egal, auf jedem Fall, möchte ich hier nicht über ihre Problemen schreiben, sondern über mein Problem: ich nahm es heute wieder wahr, das ich dieses verrücktes Spiel doch mitmache. Obwohl ich es nicht mitmachen will, wenn ich sehe, bin ich schon drinnen.</p>
<p>&#8222;Wir bekämpfen uns eher, als daß wir uns zu unterstützen versuchen.&#8220; Verdammt nochmal. Schon wieder rede ich in gelernten Mustern. Warum kann ich nicht einfach so sein, wie ich bin und die eigene Verantwortung dafür übernehmen? Ohne mich nach anderen zu richten&#8230; Es geht letztendlich gar nicht darum, gegenseitige Unterstüzung den Studenten vorzuspielen. Das wäre noch schlimmer und verlogener, finde ich. Es geht nur darum, das Ego ein wenig zu verlassen, um die kreative Stimme sprechen zu lassen. Wenn ich nicht mich präsentieren möchte, werde ich kreativer &#8211; oder, besser gesagt, meine Kreativität bekommt mehr Platz, um sich zu manifestieren.</p>
<p>Ich verstehe es echt nicht, warum ich diesen Wettbewerb-Spiel mit ihr treibe. Es kann nur daran liegen, daß ich einen Mangel an Selbstvertrauen habe.</p>
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