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	<title>danielas selbstbeobachtungen &#187; Abkapselung</title>
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		<title>1.4 Abendessen</title>
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		<pubDate>Thu, 02 Apr 2009 10:30:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniela</dc:creator>
				<category><![CDATA[Abkapselung]]></category>
		<category><![CDATA[Anpassung]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Selbst-Vergessenheit]]></category>

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		<description><![CDATA[Nach 6 Jahren Tätigkeit in einer Deustchen Hochschule als wissenschaftlicher Mitarbeiter, muß man entweder promoviert haben, um den Arbeitsvertrag verlängern zu dürfen, oder muß man weg. Jetzt hat meine Kollegin die 6 Jahren hinter sich. Gestern abend habe ich, zusammen mit einem Kollege, ein Abschiedsabendessen für sie organisiert.
Die Kochaktion übernahm ich gerne. Früher war ich [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=selbstbeobachtung.wordpress.com&blog=4390652&post=1958&subd=selbstbeobachtung&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Nach 6 Jahren Tätigkeit in einer Deustchen Hochschule als wissenschaftlicher Mitarbeiter, muß man entweder promoviert haben, um den Arbeitsvertrag verlängern zu dürfen, oder muß man weg. Jetzt hat meine Kollegin die 6 Jahren hinter sich. Gestern abend habe ich, zusammen mit einem Kollege, ein Abschiedsabendessen für sie organisiert.</p>
<p>Die Kochaktion übernahm ich gerne. Früher war ich im Bereich unsicher und traute mich nicht. Da eine gute Freundin von mir die Kunst meisterte und sogar die berühmteste Schule für gastronomische Ausbildung in Paris besuchte, dachte ich (nach Alltagsdenken-Muster), daß das Kochen eine Sachen von ihr und nicht von mir war. In den letzten Jahren ist das weggefallen. Es hat sich so ergeben, daß ich ohne große Mühe, mich auf die Sache konzentrieren kann und dabei ein ungeheuer Spaß habe. Gestern war es nicht anders.</p>
<p>Die Leute kamen langsam an und ich war noch dabei, die drei Töpfe zu dirigieren. Die Gespräche hörte ich als Hintergrundsmusik. Das Kochen interessierte mich am meisten. Ich wollte es gut machen. Dabei ging es mir noch gut.</p>
<p>Das Wohnzimmer haben die Mädels schön gestaltet, mit Kerzen und alles. Der zusammengestellte Tisch war groß und schön bedeckt: viele Teller, Weingläser und gutes Essen. Alle haben angenehm miteinander geredet und lecker gegessen. Ein &#8222;perfekter Abend&#8220;, könnte man sagen.</p>
<p>Wie fühlte ich mich? Ich fühlte mich in Plastik gewickelt. Wie ein &#8222;Wrap&#8220;, fühlte ich mich. In diesem Zimmer waren wir alle Menschen, die die Chance hätten, individuell zu sein; stattdessen nahmen wir den &#8216;Weg des Lauwarmes&#8217;, wo alle sich harmonisch abfinden und ausgleichen. 12 Menschen, 12 Wraps. Oder ein lauwarmer Brei: Nur harmlose und &#8222;nette&#8220; Gespräche. Keine Sorge meine Herrschaften, es ist alles unter Kontrolle. Gegenseitige Bestätigungen und Höflichkeiten sorgen für Entspannung, Unterhaltung und einen &#8222;angenehmen Abend&#8220;. Wir müßen nur alle ganz brav mitmachen und dann klappt es. Ein bißchen Pfeffer muß es auch sein: Polarisieren wir die Gespräche ein wenig und schon haben wir den Eindruck, daß jeder seinen eigenen Kopf hat. So ist viel cooler. Letztendlich sind wir alle aufgeklärte und unabhängige Menschen. Der Austausch ist so bereichernd!</p>
<p>Größer könnte die Lüge nicht sein. Wenn ich das jetzt schreibe, dann muß ich sagen, daß ich es verdient habe. Niemand hat mich dazu gezwungen. Das Spiel machte ich freiwillig mit.</p>
<p>Als alle weg waren, war ich erschöpft und erleichtert.</p>
<p>- &#8211; -</p>
<p>Ein einziges Gespräch mit einem Mädel, die auch promoviert und dieses Jahr fertig sein will, empfand ich als interessant. Sie erzählte, daß sie ein Arbeits-Tagebuch schreibt, indem sie jeden Tag notiert, wie viele Stunden sie gearbeitet hat, was sie gerade macht und was sie am nächsten Tag vor hat. Das hilft ihr ihren roten Pfad immer wieder zu finden. Ich bekam gespiegelt, daß ich ziemlich strukturlos arbeite, obwohl ich zur Zeit Gas gebe. M. hat mir mehrmals schon gesagt, daß das keine schlechte Idee ist. Ich habe sogar vor einem Jahr eine Woche lang ein Dissertations-Logbuch geschrieben, aber es gleich wieder gelassen. Es lag warscheinlich daran, daß ich innerlich so verloren und ziellos war, daß das Arbeits-TB ein unerträglicher Spiegel von meiner Mangel an Fokus wurde. Ich werde es jetzt aber nochmal ausprobieren.</p>
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		<title>Angst vor Abweisung</title>
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		<pubDate>Sun, 18 Jan 2009 23:57:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniela</dc:creator>
				<category><![CDATA[Abkapselung]]></category>

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		<description><![CDATA[Heute waren die Nachbarn und ich beim M. eingeladen. Er kochte richtig leckere Sachen. Wir waren alle überrascht, wie sorgfältig er alles vorbereitete. Die Küche war gemütlich und warm. Es ist immer schön, diese Leute wiederzusehen, vor allem P. Ich spüre eine unendliche Vertrautheit und Menschlichkeit jedes mal, wenn ich ihm in die Augen schaue.
M. [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=selbstbeobachtung.wordpress.com&blog=4390652&post=1311&subd=selbstbeobachtung&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Heute waren die Nachbarn und ich beim M. eingeladen. Er kochte richtig leckere Sachen. Wir waren alle überrascht, wie sorgfältig er alles vorbereitete. Die Küche war gemütlich und warm. Es ist immer schön, diese Leute wiederzusehen, vor allem P. Ich spüre eine unendliche Vertrautheit und Menschlichkeit jedes mal, wenn ich ihm in die Augen schaue.</p>
<p>M. fand ich heute besonders attraktiv. Ich hatte richtig Lust, ihn zu berühren. Manchmal konnte mein Körper es gar nicht verstecken. Ich versuchte es aber zu verstecken. Ich nehme schon länger eine künstliche Masche bei mir wahr: Ich verkapsele mich in M.s Gegenwart. Da ist so viel Angst, auf eine geschlossene Tür zu stolpern, daß ich mich gar nicht mehr traue, zu klopfen. Das habe ich heute wieder wahrgenommen, als ich seine Haaren kurz streichelte. Im ersten Moment tat ich es aus echter Lust und Natürlichkeit. Schon im zweiten Moment war ich nicht mehr ich, sondern ein Satellit in einem fremden Land. Plötzlich war der Kern meines Handels nicht mehr die freie Lust, sondern Angst und Unsicherheit. Ich wollte erstmal überprüfen, bevor ich einen weiteren Milimeter von mir zeige. Mit Geben hatte das ganze plötzlich nichts mehr zu tun.</p>
<p>Abweisung macht mir eine unglaubliche Angst. Bei niemanden in dieser Welt tut es aber so weh wie bei M.</p>
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		<title>Genervt</title>
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		<pubDate>Sat, 03 Jan 2009 21:17:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniela</dc:creator>
				<category><![CDATA[Abkapselung]]></category>
		<category><![CDATA[Anpassung]]></category>

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		<description><![CDATA[Heute morgen bin ich aufgewacht und ich wollte laufen gehen. Anstatt mich anzuziehen und einfach los zu starten, verstrickte ich mich in E.s Versuche, mich weiter im Faul-Modus zu behalten. Ich blieb noch 10 Min liegen&#8230; es kostete mich Kraft, aufzustehen. Plötzlich sprang ich aus dem Bett, wie ein Tiger, der sich nach Bewegung sehnt.  [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=selbstbeobachtung.wordpress.com&blog=4390652&post=1111&subd=selbstbeobachtung&ref=&feed=1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Heute morgen bin ich aufgewacht und ich wollte laufen gehen. Anstatt mich anzuziehen und einfach los zu starten, verstrickte ich mich in E.s Versuche, mich weiter im Faul-Modus zu behalten. Ich blieb noch 10 Min liegen&#8230; es kostete mich Kraft, aufzustehen. Plötzlich sprang ich aus dem Bett, wie ein Tiger, der sich nach Bewegung sehnt.  E. beschwerte sich und sagte, daß er dann auch Lust hätte, mitzukommen. Ich wartete auf ihn und wir gingen zusammen laufen.</p>
<p>Plötzlich merkte ich, daß ich es lieber hätte, allein zu laufen. Ich sagte aber nichts. Hinzusehen, wie beeinflussbar ich bin, ärgerte mich. Ich registrierte es ohne groß daran weiterzudenken.</p>
<p>In der frischen Luft wurden die Stimmen im Kopf immer leiser. Ich genoß den Moment. Es war auf einmal egal: allein oder begleitet, ich war bei mir. Es war aber das einzige Mal im Tag, in dem ich mich so fühlte.</p>
<p>Gerade bin ich genervt. Alle Hintergrundgeräusche stören mich. Ich habe den Eindruck, daß ich Dunkelheit und keine Menschen um mich herum für die nächste 10 Tage brauche. Es ist mir alles zu viel gerade.</p>
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