Über meine innere Haltung zu der Arbeit
Heute war ich lange unterwegs und habe Holzbretter, Schrauben, Dübel, etc. gekauft, um einen besseren Arbeitsplatz zu Hause für mich zu organisieren. Ich habe viele Bücher und andere Materialen aus B. mitgebracht, die ich im Rahmen der Doktorarbeit ausarbeiten möchte: dafür brauche ich einen geeigneteren Arbeitsplatz, sonst finde ich gar nichts mehr in meinen Sachen.
Mittlerweile habe ich alle Konfigurationen hinbekommen, die ich für die Benutzung der Softwares für die Dissertation in dem neuen Laptop brauche. Das alles hat viel Zeit und Nerven gekostet, ich wollte manchmal den neuen Computer hammern – es ist jetzt aber alles erledigt und getan – und was für ein ruhiges und schönes Gefühl.
Ich weiß nicht, warum ich mich so sehr davor drücke, meine eigene Sache in der Hand zu nehmen. Nach der Bewältigung der üblichen Bequemlichkeit und der schlechten Gewöhnung, nach Hilfe zu fragen bevor ich selbst ausprobiert habe, geschieht etwas anderes, das erstmal zwar bitter schmeckt, aber nachher sich warm, richtig und echt anfühlt.
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Ich bin dankbar für GLs Erinnerung: Es ist nicht was ich mache, sondern wie ich eine Tätigkeit herangehe, was tatsächlich interessiert. Mache ich es ohne Umwegen und durch direkte Einmischung und Veantwortungsübernahme, oder drücke ich mich davor? Taste ich die Arbeit offen an, auch wenn alles falsch jeder Minute laufen könnte, oder suche ich gleich nach Sicherheit und ärgere mich mit der ersten Schwierigkeit?
Es war mir nie so klar aufgefallen, wie verwöhnt und unrealistisch ich ticke. Das zu sehen ist heilsam. Die Faulheit und die Sicherheitswahn zu überwinden, ist der einzige Weg.