Präsenz nach Wut
Ich bin in einem vollen Bus und fahre nach Hause nach einem langen Arbeitstag. Neben mir ist ein Mädchen, das viel zu viel Platz in Anspruch nimmt – es nervt mich. Ab und zu berührt sie mich unaufmerksam mit ihrem Arm und redet auch noch so laut, daß ich Lust bekomme, „halt die Klappe“ zu schreien. Ich will nur meine Ruhe, anstatt ihre kreischende Stimme in meinem Ohr zu hören.
Ich mache eine Bewegung mit dem Körper und nehme dabei war, wie gereizt und aggressiv ich bin. Meine Mandibula ist gesperrt und die Rückenmuskeln sind verspannt, ich bin sogar leicht nach Vorne gebeugt. Das registriere ich – ohne daß ich daran etwas zu verändern versuche. Ich atme tief ein und beim ausatmen werde ich gerader. Die Schultern finden eine angenehmere und natürlichere Position und meine Panzerung scheint auf einmal abzufallen.
Dahinter ergibt sich Präsenz.
tja das ist so eine sache mit der erziehung. heutzutage versagen da immer mehr eltern.
Bernd Helmut Frank
Erziehung?
Ach so… das „Mädchen“ war eigentlich eine Frau, genauso alt wie ich.
Bus/Flugzeug ist ein Symbol für eine Gemeinschaft mit gleichem Ziel, Schulklasse, Arbeitsgruppe. Die Frau neben dir überschreitet deine Grenzen. Sie hat eine unangenehme Stimme, also eine unangenehme Schwingung. Diese Schwingung geht auf dich über durch die Berührungen und du wirst zu ihr, also total verspannt.
Du scheinst ein ganz schönes Sensibelchen zu sein. Du solltest mich mal auf Call of Duty besuchen. Wir murksen da ein paar Leute ab, dann gehts dir wieder besser. Du hast die Neigung dich von anderen abhängig oder dich von anderen beeinflussen zu lassen. Du musst wohl früher Grenzen ziehen, sonst wirst du ausgenutzt.
Der Bus, die Frau verlieren durch deine Beobachtung deiner selbst immer mehr Bedeutung bis nur noch die Atmung übrig bleibt. Du atmest das negative carma aus und wirst wieder du selbst.
Na ja, du bist ne alte Hex. Spirituell hochstehend.
Da bist du selbst dran schuld.