Traum vom inneren Dialog

2009 Juli 30
by Daniela

Ich habe die Chance einen berühmten und talentierten Chor zu leiten, welches Names ist „Gold“. Der Chor ist groß. Er hat mindestens fünfzehn Mitglieder pro Stimme und ein anspruchvolles Repertoire. Ich weiß es nicht, wie ich hier gelandet bin. Es ist auf jedem Fall eine Ehre, so ein Chor leiten zu dürfen.

Ich habe aber ein grundsätzliches Problem: davon habe ich überhaupt keine Ahnung. Ich habe sowas noch nie gemacht und weiß nicht, wie sowas gehen soll. Ein Teil von mir freut sich und ein Teil ist völlig verzweifelt. Ich schwitze und in meinem Bauchbereich scheine ich ein Loch zu haben, das mich nach Innen zieht. Das ganze übt eine bestimmte Faszination auf mich, die Angst ist aber sehr groß.

Ich bin vor dem Chor und alle schauen mich aufmerksam an. Ich nehme den „A“ von der Stimmgabel und verteile die Töne. In diesem Moment spalte ich innerlich und fange an zu zweifeln. Die ganze Welt vor mir verschwindet und ich tauche in meinen inneren Dialog hinein. Ich frage mich, ob ich das mit dem Chor wirklich machen möchte. Tausende Stimmen schalten sich ein: eine sagt, daß es doch unmöglich ist, sowas auszuprobieren, ohne dafür die richtige Ausbildung gemacht zu haben; die andere will es ausprobieren, auch wenn es peinlich werden kann; eine andere sagt, daß es besser wäre, ein Orchester als ein Chor zu leiten; eine andere sagt, daß das alles nicht so wichtig ist, wie ich mir vorstelle; eine andere ist nur erstaunt, wie groß die Konfusion ist, die in mir herrscht.

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Deutung: Der Traum ist ein Fingerzeig auf meine Identifikation mit dem inneren Dialog. In anderen Worten: Er zeigt, wie ich den ersten mechanischen Impuls gleich befolge, mich mit den verschiedenen Stimmen (Ichs) im Kopf zu verstricken.

Der Chor mit dem Namen „Gold“ steht für etwas Wertvolles, das für mich noch fremd ist. Hier ist Selbsterkenntnis gemeint. Zwischen mir und dem Wunsch, in die Aufgaben der Schule hineinzutauchen, stehen tausende Stimmen, die mein Interesse puffern und mich in Konfusion bringen oder Angst machen wollen.

Die letzte Stimme ist die innere: Sie versucht mich nicht von etwas zu überreden oder mir Angst zu machen. Sie sieht bloß die große Konfusion und registriert es.

Ich sehe das als ein Hinweis, mich gestern mit diesen Stimmen sehr stark beschäftigt zu haben, ohne eine Sekunde innegehalten zu haben.

Heute verging der Tag anders. Ich konnte klarer sehen, wenn ein „Ich“ die Aufmerksamkeit schnappen wollte. Dabei versuchte ich mich immer wieder daran zu erinnern, was für ein Wille ich ursprünglich hatte. Die Erinnerung an das Ziel brachte mich immer wieder zurück zu der Kraft, die bei der Initiierung der Tätigkeit vorhanden war. Ich war heute konzentrierter bei der Arbeit und das bereitete eine gewisse innere Ruhe und Gelassenheit.

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