Innerer Abschied
Ich fahre mit dem Fahrrad Richtung Bahnhof. Ich möchte den Zug nach München nehmen, um in einem Krisenvorsorge-Treffen teilzunehmen. Mein Vater radelt mit mir. Wenn wir zu einer Straßenecke kommen, biege ich rechts und er fährt geradeaus. Er ruft mich und sagt, daß ich mit ihm kommen soll. Ich sage, daß ich nicht verspätet sein möchte und meinen Weg gehen muß. Ich winke, um mich zu verabschieden und grinse innerlich.
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Der Traum hat mit einem Abschied von meinen Eltern zu tun. Dieser Abschied geschieht natürlich und friedlich.
Als ich am Anfang der Woche mit meinem Vater telefonierte, spürte ich eine gewisse Distanz zu ihm und seinen Vorstellungen. Das war neu. Ich empfinde diese Distanz als wertvoll. Es ist eine Distanz, die sogar mehr Nähe ermöglicht, weil die Identifikations-Verstrickungen nicht mehr so nah an mich kommen.
Es kann natürlich sein, daß ich das nur so empfinde, weil ich in einem anderen Land als meine Eltern wohne. Trotzdem gibt es etwas Neues da, was unabhängig von der äußeren Lage ist.