Eigene Unruhe gespiegelt
Heute in der Mensa sah ich zufällig den Typ, bei dem ich gern einen Selbstverteidigungskurs machen möchte. Ich war mir nicht ganz sicher, ob er der war, hatte aber den Eindruck, ihn von den Photos aus seiner Internet-Seite zu erkennen. Ich fragte ihn, ob er den war; er grinste und sagte ja.
Ein nettes Gespräch entwickelte sich. Ich wurde zunehmend darüber erstaunt, wie alles was er sagte, eine Verbindung mit Selbsterkenntnis hatte. Er benutzte manchmal sogar die gleiche Begriffe, die in der Schule benutzt werden. Aber unabhängig von den Begriffen und von dem Inhalt des Gespräches (es ging auch oft um praktischen Sachen bzgl. dem Kurs), fand ich die Ruhe und die Souveränität mit der er sich bewegte und ausdrückte wirklich bemerkenswert.
Für Momente wirkte alles wie ein Spiegel. Es war sehr interessant: Ich sah, wie wirbelnd und unbeständig ich ticke, als ob ich „keine Zeit hätte“, vor lauter Unruhe, ich selber zu sein.
Allein diese Empfindung machte mich nachher ruhiger (obwohl ruhiger vielleicht nicht das passendeste Wort ist. Vielleicht ‘nüchtener’). Eine Art Aha-Effekt stellte sich ein und bracht mich zurück zu mir.