Verschiedenes
Beim Lesen des „Gesetzes der Oktaven“ aus O.s Buch, hatte ich den Eindruck, Parallelen mit meiner heutigen Beschäftigung mit der Dissertation zu sehen. Ich weiß es aber noch nicht, ob es stimmt.
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Mein Arbeitstag fing früher als gewöhnlich an. Ich antwortete ein paar Emails und räumte meinen Tisch auf. Dann war ich bereit und ganz da. Ich schaute nach dem Punkt, bei dem ich am letzten Freitag die Arbeit verließ und machte von dort aus weiter. Als ich wieder „drinnen“ war, schaffte ich, eine Zeit lang voran zu kommen. Plötzlich wurde ich müde. Ich versuchte die Müdigkeit nicht so ernst zu nehmen, sie wurde aber immer größer. Ich stand auf und ging einen Tee kochen. Als ich wieder vor dem Computer saß, spürte ich Widerwille gegen der Arbeit. Ich versuchte diese Widerwille zu besiegen, indem ich mich anstrengte, bei der Sache zu bleiben. Es war aber überhaupt nicht möglich – was vorher eine leichte Reluktanz war, wurde nur noch deutlicher. Dann war Mittagessen.
Als ich wieder vor dem Computer saß, hatte ich neue Kräfte. Ich schrieb wieder ein Stück von dem Text, bis ich zu einem Punkt kam, indem ich nicht mehr weiter wußte. Ich hatte Zweifel bei einer Formulierung und suchte im Internet nach Informationen. Dabei nahm ich eine ganz andere Richtung und fing an zu wagen, ob ich doch nicht mehr von der Geschichte der Stadt SPs erzählen sollte, als ich bislang gemacht habe. Ich blieb eine Zeit lang bei einem Text, den ich auf einer Webseite gefunden habe, bis ich wieder aufwachte und zurück zu meinem Text kehrte. Plötzlich war doch klar, daß es keinen Sinn machte, zu viel über die Geschichte SPs zu schreiben. Ab dem Punkt machte ich weiter, bis ich wieder müde wurde – und den gleichen Prozeß sich einschliff.
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Während ich darüber schreibe, merke ich, daß ich fast jeden Tag so funktioniere. Wenn ich ehrlich bin, kann ich knapp 2 zusammengerechnete Stunden rechnen, in denen ich an dem Text weiterschreibe. Diese zwei Stunden sind von Nachschauen in Wörterbüchern, Scannen von Bildern, Zeichnungen oder Lesen von Artikeln, Grübeln oder andere Ablenkungen unterbrochen.
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Interessant zu erwähnen ist, daß ich irgendwann ganz genau spüre, daß ich mich von der Materie entferne, indem ich unaufmerksam meinem Informationsdrang folge. Die innere Stimme meldet sich schon und gibt mir den Hinweis, daß ich mich verzettele; ich nehme sie aber nicht immer ernst und treibe die Verstreuung weiter. Wenn das geschieht, werde ich nachher zwangsläufig erschöpft. Wenn ich aber auf diese Stimme höre, unterbreche ich das Ablenkungsmanöver sofort. Das macht mir erstmal sowas wie Angst, weil ich für eine Sekunde wie vor einem leeren Blatt stehe. Es wird aber dann klar, daß das, was ich vorher mit großer Identifizierung tat, völlig bedeutungslos war.
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Ich werde weiter beobachten. Interessant hier ist hinzusehen, wie ich funktioniere. Es geht gar nicht darum, die Ereignisse zu analysieren und zu bewerten, sondern um den Prozeß neutral zu beobachten. Selbst das ist irgendwie nicht so einfach, was hier eine Klarheit gefragt wird, die ich nicht immer habe. Ich werde aber daran bleiben.