Keine Eile
C.s Eintrag über die Vorverlegung der Tageszeit berührte mich. Wie GL erwähnt hat, neige ich dazu meinen Tagesablauf nach hinten zu verschieben. Dadurch bekomme ich oft schlechtes Gewissen und habe Schwierigkeiten, im Hier um Jetzt zu sein. Seitdem ich wieder laufe, hat sich den Verspätet-Sein-Eindruck sich geschwächt, aber das Laufen allein hilft nicht.
Heute probierte ich etwas Neues: Ich ging gestern früher ins Bett und war heute eine Stunde früher im Wald. Es ist unglaublich wie viel Unterschied diese eine Stunde macht. Es ist alles leiser und die Luft hat irgendwie eine ernsthaftere Atmosphäre. Ich lief schneller als sonst und war nicht müde. Ich konnte alles klarer und kräftiger erleben. Nur eine Frau und ihr Hund waren unterwegs. Sonst niemand. Als ich zurück nach Hause kam, nahm ich mir Zeit, um länger zu dehnen. Beim Frühstücken fiel ich nicht in der lumpigen Angewohnheit hinein, im Stehen zu essen. Pünkltich um 8 Uhr hatte ich meinen Text vor mir. Ich war klarer, wacher und gezielter beim Arbeiten.
Ein alter Spruch kam mir in den Sinn: ‘Wer früh aufsteht, dem hilft Gott.’
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Die Nebenwirkung von dem Nitrofurantoin konnte ich auch besser wahrnehmen. Die Müdigkeit/Abgeschlagenheit wird richtig unangenehm etwa 40 min nachdem ich das Medikament genommen habe. Es hält etwa eine Stunde und dann fange ich an, mich wieder „normal“ zu fühlen. Das konnte ich erst heute genauer unterscheiden, als ich zusammen mit dem Tag ging, anstatt ihm hinterherzulaufen.
Ich schickte eine Email an meine Ärztin und erklärte, was ich von den Nebenwirkungen beobachten konnte. Sie antwortete gleich. Ich bin froh, daß ich ab morgen das Medikament in einer viel geringeren Dose einnehmen werde.
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Nach langer Zeit habe ich heute das Gefühl, mich für nichts und niemanden beeilen zu müßen.